Bangsbo
Kystmuseet, Bangsbo Fort und Dyrehave in Nordjütland
Am südlichen Stadtrand von Frederikshavn liegen der alte Herrenhof Bangsbo mit dem Kystmuseet, ein Wald mit Hirschgehege und ein botanischer Garten. Auf einer Anhöhe darüber steht Bangsbo Fort, 82 m über dem Meer, mit Blick über die Stadt und das Kattegat.
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Das Gebiet am Stadtrand
Bangsbo liegt am südlichen Stadtrand von Frederikshavn, umgeben von Wald und dem Bach Bangsbo Å, in einer Landschaft aus der Eiszeit. Mittelpunkt ist der Herrenhof Bangsbo Hovedgård, dessen Geschichte bis 1364 zurückreicht. 1944 wurde ein Großteil des Gebiets wegen seiner Natur und Geschichte unter Schutz gestellt, 1945 kaufte die Kommune Frederikshavn den Hof.
Heute liegen hier das Kystmuseet im Herrenhof, der Botanische Garten, der Wald mit der Dyrehave und auf der Anhöhe Bangsbo Fort. Museum und Fort kosten Eintritt, der Garten ist frei zugänglich. Weitere Ziele in der Stadt findest du bei den Sehenswürdigkeiten.
Kystmuseet Bangsbo
Das Kystmuseet Bangsbo am Dronning Margrethes Vej 6 gehört zum Nordjyllands Kystmuseum, das auch Häuser in Skagen und Sæby betreibt. Die Ausstellungen im alten Herrenhof erzählen von Bangsbo als Treffpunkt von Künstlern Anfang des 20. Jahrhunderts, darunter der Schriftsteller Herman Bang, und von der Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg.
In der Seefahrtsausstellung steht das Ellingåschiff aus dem Jahr 1163. Die Ausstellung Havets Dyb zeigt die Schiffsunglücke an der nordjütischen Küste und die Arbeit der Meeresarchäologen. Für Erwachsene gibt es Tages- und Wochentickets, unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.
Bangsbo Fort
Auf einer Anhöhe am Understedvej 21 liegt Bangsbo Fort, 82 m über dem Meer. Die deutsche Besatzungsmacht baute die Anlage im Zweiten Weltkrieg, im Kalten Krieg baute die dänische Marine sie aus. Auf dem Gelände stehen 69 Betonstellungen.
Die Bunker kannst du mit Infomaterial selbst erkunden oder an einer Führung teilnehmen, die für Museumsgäste kostenlos ist. An einigen Tagen gibt es Aktivitäten zur Geschichte des Forts. Von oben reicht der Blick über Frederikshavn und das Kattegat, an klaren Tagen bis Skagen, Sæby und Læsø.
Dyrehave und Ådal
Der größte Teil des Waldes von Bangsbo ist Dyrehave, ein Hirschgehege, das im November 1978 eröffnet wurde. Im Frühjahr leben dort 50 Tiere, mit den Kälbern sind es im Sommer und Herbst 60 bis 70. Rund 60 Prozent sind Rotwild, der Rest Damwild. Im September und Oktober ist Brunft beim Rotwild, dann hörst du die Hirsche röhren. Beim Damwild folgt sie im Oktober und November.
Durch die Dyrehave fließt die Bangsbo Å. Im Tal des Bachs leben Rehe, Dachse, Greifvögel und Spechte, im Wasser Otter, Eisvögel und Forellen. Mitten in der Dyrehave liegt ein Naturspielplatz mit Grillplatz und Picknickhaus, ein weiterer Grillplatz liegt unten an der Bangsbo Å.
Wege und Pikkerbakken
Zum Wald kommst du über den Herrenhof am Dronning Margrethes Vej 1. Fünf markierte Wege führen durch das Gebiet: die gelbe Route mit 2,3 km, die rote mit 2,7 km, der Dronningestien mit 3 km, die blaue Route mit 5 km und der Kongestien mit 8 km.
Die blaue Route und der Dronningestien führen über den Pikkerbakken. Von dort blickst du über die Stadt und den Hafen, aus dem die Fähren nach Göteborg ablegen.
Botanischer Garten
Der Botanische Garten am Dronning Margrethes Vej 3 umfasst rund 8 ha rund um den alten Herrenhof. Er ist das ganze Jahr rund um die Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt. Zum englisch inspirierten Park gehören Rasenflächen, alte Bäume und Pavillons, dazu ein Rosengarten, ein Heilpflanzen- und Kräutergarten, ein Obst- und Beerengarten und eine Sammlung von Bonsai.
Oberhalb des Parks liegt der 2006 begonnene botanische Teil mit Seen und Kanälen, einem Spaltenbeet mit Alpenpflanzen, einer Mauer aus norwegischem Granit und Sammlungen von Funkien, Storchschnabel, Primeln und Pfingstrosen. Seit 2022 gibt es einen Bereich mit dänischen Wildpflanzen. Jeden Sommer findet im Garten ein Blumenfest statt.
Museum, Fort, Garten und ein Weg durch die Dyrehave lassen sich gut an einem Tag verbinden. Wie du nach Frederikshavn kommst, steht bei der Anreise, wo du übernachten kannst, bei der Unterkunft.